Cartilage Care, Riedweg 5, 3012 Bern, Telefon: 031-309 96 20, FAX: 031-309 98 46, E-mail: office@cartilage-care.ch

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Der vordere Knieschmerz ist eines der häufigsten, nicht unfallbedingten, Problemfelder des Kniegelenkes.

 

Die Umschreibung des Problems als "Vorderer Knieschmerz" deutet darauf hin, dass die Isolation der eigentlich schmerzauslösenden Struktur im Kniegelenk oft schwierig ist und die Patientinnen (meist sind es junge Damen) oft schon einen langen Leidensweg hinter sich haben, entsprechend frustriert sind.

 

Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Problematik Punkt für Punkt abzuarbeiten, zu versuchen zu verstehen, welche Schmerzursache im Vordergrund steht, welche anatomische Struktur hierfür verantwortlich ist und wie diese konservativ oder gegebenenfalls auch operativ anzugehen ist.

 

Häufig besteht bei einem vorderen Knieschmerz eine sogenannte patello-femorale Dysplasie.

Dieser Begriff umfasst die mannigfaltigen Fehlbildungen der Kniescheibe (Patella) und ihres Gleitlagers, welches vom Oberschenkelknochen (Femur) gebildet wird.

 

Auch beinhaltet diese Diagnose die falsche Positionierung der Kniescheibe (zu hoch, zu weit aussen) und Rotationsfehler des gesamten Beines.

 

Die Folge eines dergestalt gestörten Gleitverhaltens der Kniescheibe ist neben Schmerzen häufig auch ein vorzeitiger Knorpelverschleiss, so dass neben der anatomischen Problematik auch die Folgeschäden am Gelenkknorpel zu berücksichtigen sind.

Die Aufgabe des behandelnden Arztes liegt also darin, die schmerzauslösende Ursache zu verstehen und diese adäquat zu behandeln. Wenn dies mit konservativen Massnahmen nicht gelingt, so ist der operative Weg zu diskutieren.

 

Eine Abänderung der suboptimalen Anatomie ist meist nicht möglich und sinnvoll. So besteht das Ziel darin, eine suboptimale Stuation möglichst zu optimieren. Häufig ist eine weichteilige Patellabalancierung geeignet, dieses Ziel zu erreichen. Da die Bandverbindungen, welche die Kniescheibe stabilisieren, meist durch das langjährige Fehlgleiten oder wiederholte Patellaluxationen ausgedehnt und ausgedünnt sind, ist die Rekonstruktion dieser Bandstrukturen ein Weg, eine optimale Patellazentrierung zu erreichen.

Sind die knöchernen Veränderungen (Ausmass der Dysplasie) ausgeprägter, so ist eine knöcherne Korrekturoperation in Betracht zu ziehen, z.B. ein sog. Tuberositas tibiae Transfer (siehe Schemazeichnung).